Do`s und Dont`s während der EM
Vor wenigen Tagen hat die Fussball-EM in Österreich und der Schweiz begonnen. Nun fragen sich natürlich viele Fussballbegeisterte in wie weit sie während der Arbeitszeit ihrer Leidenschaft nachgehen können. Bild am Sonntag hat hierzu einen Artikel veröffentlicht.
Dorit Jäger, Anwältin für Arbeitsrecht aus Berlin sagt, dass es vom Job abhänge, ob ich geschminkt ins Büro kommen darf. Eine Antwort finden Sie in Ihrem Arbeits- bzw. Tafifvertrag. Bei einem Verstoß gegen den Vertrag riskiert der Arbeitnehmer eine Abmahnung. Weiter klärt sie auf, dass gegen das Anstoßen mit einem Bierchen nichts einzuwenden sei, solange der Alkoholkonsum nicht Übermaße annimmt und nicht ein absolutes Alkoholverbot wie beispielsweise bei LKW-Fahrern herrscht. Andernfalls riskiert der Arbeitnehmer auch hier eine Abmahnung. Gegen eine Deutschland-Flagge auf der Wange dürfte der Boss allerdings nichts haben. Eine Urlaubssperre während der EM darf der Chef nur verhängen, wenn beispielsweise der Mitarbeiter unentbehrlich ist oder Personalmangel herrscht. Grundsätzlich sollte der Arbeitgeber aber die Urlaubswünsche seines Arbeitnehmers berücksichtigen. Sonderurlaub kann allerdings nur bei wichtigen persönlichen Gründen vergeben werden. Radio einschalten um die Eregbnisse mitzubekommen ist grundsätzlich erlaubt – sofern es niemanden stört. Beim Fernsehen kommt es darauf an, dass die Arbeitsleistung nicht gestört wird. Tipp-Spiele unter den Kollegen kann der Chef verbieten. Sie könnten ihm allerdings anbieten die Zeit, die dafür benötigt wird nachzuarbeiten. Oder noch besser, bieten Sie Ihrem Chef doch an mitzutippen
Klar geregelt ist, dass man seinem Chef widersprechen darf, wenn er die Abseitsregel falsch erklärt. Eine Abmahnung hierfür wäre rechtswidrig.
Weitere, nicht Job-betreffende Informationen zum Verhalten während der EM finden Sie unter: http://www.bild.de/BILD/ratgeber/geld-karriere/bams/2008/06/01/public-viewing-auf-dem-balkon/ist-es-erlaubt.html#9
Ich empfehle Ihnen dennoch einfach offen mit Ihrem Chef darüber zu reden, was während der EM in seinem Unternehmen erlaubt ist. So kann man späteren Unangenehmlichkeiten am bequemsten entgehen.
- Deutschland vor, noch ein Tor! –

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