Sprache der Arbeitszeugnisse
Das Arbeitszeugnis bietet großes Konfliktpotenzial. Der Arbeitgeber möchte einem Arbeitnehmer, mit dem er nicht zufrieden war, nicht direkt seine Mängel ins Zeugnis schreiben. Er darf es auch nicht unbedingt, denn der Arbeitgeber ist verpfichtet ein wahrheitsgemäßes (Urteil des Bundesarbeitsgerichtes vom 23.06.1960, 5 AZR 560/58) sowie wohlwollendes (Urteil des Bundesgerichtshofes vom 26.11.1963, 5 VI ZR 221/62) Arbeitszeugnis auszustellen. Deswegen hat sich im Laufe der Zeit eine sogenannte “Zeugnissprache” entwickelt, in der vermeintlich “positive” Formulierungen in Wirklichkeit eine abwertende Bedeutung haben. Zeugnisdeutsch hat die gängisten Formulierungen im Arbeitszeugnis zusammengetragen und die Codes im Arbeitszeugnis nach Schulnoten sortiert.
Deswegen sollten Sie Ihr Arbeitszeugnis auf die verschlüsselten Bedeutungen hin untersuchen. Um dies zu lernen und ein Feingefühl zu bekommen, kann ich das Arbeitszeugnis-Quiz von Handelsblatt.com sehr empfehlen. Es werden 20 Formulierungen abgefragt. Man erhält 3 Antwortmöglichkeiten. Nach jeder einzelnen Frage wird die richtige Lösung mit Begründung eingespielt. Sollten Sie wirkliche Ungerechtigkeiten innerhalb Ihres Zeugnisses entdecken, können Sie Streitigkeiten vor dem Arbeitsgericht austragen. Solche gerichtlichen Streitigkeiten sind in Deutschland keine Seltenheit. Es werden in unserem Bundesstaat jährlich ca. 15.000 dieser Fälle ausgetragen. Ich hoffe Sie müssen diese Zahlen nicht erhöhen

Die Personal verantwortlichen sind meisten überfordert oder Inkompetent. Sie gehen davon aus dass niemand sich beschwert und ihr Wort Gesetz ist.
Wo kein Kläger so kein Richter. Die Mitarbeiter/innen Vertrauen auf das gesagte der Personal verantwortlichen. Die ihre Stellung Missbrauchen und auch noch Drohende Worte aussprichen.